Proseminar Musikpädagogik

Anwendungsmöglichkeiten digitaler Technik im Musikunterricht (WS 2020/2021)

Nikodemus Gollnau, M.A.

Mittwoch, 10 – 12 Uhr (c.t.), Raum 8.34

Beginn: 21. Oktober 2020 

Dieses mediendidaktische Proseminar ist wahlweise im BA LA Gym als Proseminar Musikpädagogik FD oder als FD Wahl für Musikpädagogik anrechenbar. [3 ECTS]

Dieses Seminar ist ein Angebot im Rahmen des Projektes MakEd_digital der PSE (ein pädagogisch-didaktischer Makerspace zur Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen).

DIGITAL – Kaum ein Wort war in der Lehre seit März 2020 präsenter und spätestens mit der pandemiebedingten (Hoch)Schulschließung wurde (un)sanft festgestellt, dass digitale Technik weitreichende Bildungsrelevanz besitzt. Doch digitale Technik ist kein Phönix, der sich aus der Asche der Pandemie erhebt: Nicht erst seit Corona bietet die stetig fortschreitende Entwicklung digitaler Technik unzählige Möglichkeiten, die den Musikunterricht komfortabler und effizienter gestalten können, die „Altbewährtes“ stützen und ergänzen können aber auch völlig neue, kreative Räume innerhalb des Musikunterrichts (und auch außerhalb des Schulgebäudes) eröffnen und die Palette der Vermittlungsstrategien um einige Farbtöne erweitern können.

In diesem praxisorientierten Seminar sollen sowohl diverse Software, Apps, Online-Tools, Plattformen etc. kennengelernt, ausprobiert, erlernt und modifiziert werden, als auch deren Einsatzmöglichkeiten im Kontext verschiedener Lehr-Lern-Theorien entworfen, analysiert, diskutiert und evaluiert werden. 

Ein eigener Computer (vorzugsweise Laptop), sowie ein Moodle-Account (HMDK Stuttgart) ist ebenso eine Voraussetzung zur Teilnahme am Seminar wie die Bereitschaft, verschiedene kostenfreie Software herunterzuladen und auf dem eigenen Rechner zu installieren.

Bitte melden Sie sich für das Proseminar bis zum Ende der ersten Vorlesungswoche (18.10.2020)  über den seminarbegleitenden e-Learning-Kurs an.

Das Seminar wird (nach aktuellem Stand) in hybrider Form stattfinden: im wöchentlichen Wechsel als Präsenztermin an der HMDK und im digitalen Raum in Moodle. Der erste Termin am 21.10.2020 wird an der HMDK stattfinden. Die "Örtlichkeit" der weiteren Termine entnehmen sie bitte dem Moodle-Kurs. 

Bitte bringen Sie zu jeder HMDK-Sitzung Ihre GELADENEN Laptops mit (falls vorhanden). 

Nikodemus Gollnau

Auf der Suche nach... Erich Doflein (WS 2020/21)

Prof. Dr. Sointu Scharenberg                                                         

Montag, 14 – 16 Uhr (c.t.), Raum 8.34

Beginn: 19.10.2020

Dieses Angebot ist wahlweise im BA LA Gym oder im MA LA Gym im Bereich Wahl Wissenschaft für Musikpädagogik anrechenbar. [3 ECTS]

Erich Doflein – nie gehört? Dann bringen Sie beste Voraussetzungen mit, um voller  Neugier gemeinsam auf Spurensuche zu gehen und dabei vielleicht herauszubekommen, was diese Person mit Musikpädagogik zu tun hat – oder hatte? 

Das Forschungslernseminar möchte Sie dazu anregen, sich mit den unterschiedlichsten Suchwerkzeugen vertraut zu machen, sie werden Inhalte, die Ihnen die Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten vermittelt (hat), am „echten“ Forschungsgegenstand anwenden und hoffentlich das eine oder andere Mal auf Quellen stoßen, die sich widersprechen, so dass Sie gezwungen sein werden, nach Wegen zu suchen, um diesem Problem konstruktiv zu begegnen.

Wir arbeiten mit den unterschiedlichsten Medien, wir kommen weder mit dem Internet noch mit der Hochschulbibliothek ausreichend weit und es werden sich zahlreiche Fragen stellen, so z.B. die nach der Grenze des Privaten. Wie weit darf Forschung gehen?

Eine Person wirkt in Zeit und Raum. Entsprechend ist es unabdingbar, sich mit den zeitlichen und räumlichen Umständen zu beschäftigen und damit, wie sich die Person darin positioniert, wem sie begegnet und was daraus entsteht. Eine Person wirkt in Zusammenhang mit Institutionen – wie hängen die miteinander zusammen und was bedeuten Sie im Rahmen der Musikpädagogik. Wie läßt sich die Person Erich Doflein aus gegenwärtiger Sicht in musikpädagogische Zusammenhänge einordnen?

Dass einige Überraschungen auf Sie warten, haben Sie sicher meinen Ausführungen entnommen, dem ist hinzuzufügen, dass bei unserem Planspiel echte Forschungsergebnisse herauskommen können, je nachdem wie geschickt Sie fragen und suchen.

Raum 8.34 ist coronabedingt derzeit für 9 Personen zugelassen. Aus diesem Grund werden wir eine Variante des blended learning einsetzen. Der Raum bleibt für Kleingruppenarbeit zur Seminarzeit erhalten, hier werden die jeweils anwesenden Gruppen nach Absprache wechseln, daneben findet unsere Arbeit durchgängig begleitet auf der e-Learning-Plattform (Moodle) statt, auf der wir unsere Puzzleteile zusammensetzen.

Die Anmeldung erfolgt über den seminarbegleitenden e-Learning-Kurs.

Aufgabenstellungen als zentrale Elemente des Unterrichts: Methoden der Aufgabenentwicklung und –analyse musikbezogener, entwicklungstheoretischer Sicht (WS 20/21)

Hanna Mütze, M. Ed., M. A.

Blockseminar: Termine werden noch bekannt gegeben

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Dieses Angebot ist wahlweise im BA LA Gym als Proseminar Musikpädagogik FD oder als FD Wahl für Musikpädagogik anrechenbar. [3 ECTS].

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Hintergrund

Aufgaben prägen in herausragender Weise das Lernen und Lehren im Musikunterricht, denn sie bestimmen wesentlich Inhalte und methodisch-didaktische Planung auf der einen Seite sowie den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler auf der anderen Seite (Reusser, 2014). Doch was macht eine Aufgabenstellung zu einer guten Aufgabenstellung? Nach welchen Kriterien lässt sich das Lernpotential einer Aufgabenstellung einschätzen? Wie lässt sich der Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern überprüfen? Wie können Aufgabenlösungen objektiv bewertet werden? Diese und weitere Fragen sollen Gegenstand des Proseminars sein, die wir zum einen durch verschiedene theoriegeleitete Übungen nachgehen und für uns beantworten wollen (vgl. u.a. Cvetko & Meyer, 2009). Geplant sind außerdem Schulbesuche, in denen die eigenen Aufgabenstellungen, die zuvor im Seminar entwickelt wurden, im Musikunterricht getestet werden. 

Die Seminarleistung setzt sich aus folgenden Teilleistungen zusammen: Das vorbereitende Lesen ausgewählter Literatur sowie ein schriftliches Portfolio bestehend aus selbst entwickelten Aufgaben, einer Dokumentation ihrer Erprobung im Unterricht sowie eine begründete Auswertung und Kodierung von Schülerlösungen.

Einführende Literatur:

Cvetko, A. & Meyer, D. (2009). Problemlösen im Musikunterricht – Interdisziplinarität als Ausgangspunkt für eine komptenzorientierte Perspektive (Musikpädagogische Forschung). In N. Schläbitz (Hrsg.), Interdisziplinarität als Herausforderung musikpädagogischer Forschung (Band 30, S. 69–96). Essen: Die Blaue Eule.

Reusser, K. (2014). Aufgaben–Träger von Lerngelegenheiten und Lernprozessen im kompetenzorientierten Unterricht. Seminar4, 77–101.

Hanna Mütze

Musizieren im Musikunterricht - Formen, Perspektiven, Dimensionen (HügS 2021)

Dozent*innen-Team: Philipp Ahner (Trossingen), Martina Benz (Mannheim), Michael Pabst-Krueger (Lübeck), Katharina Schilling-Sandvoß (Frankfurt)     

Hochschulübergreifendes Seminar 2021               [3 ECTS]

Termine und Orte 

Dienstag, 23. Februar, 17 – 20 Uhr: Online-Seminar 

Dienstag, 23. März,     17 – 20 Uhr: Online-Seminar 

Montag,   29. März,     10 Uhr bis Donnerstag, 1. April, 14 Uhr: Präsenz-Seminar in Mannheim 

Musizieren bildet in vielen Lehr-/Lernarrangements, in verschiedenen Formen und mit unter- schiedlichen Begründungen einen zentralen Bestandteil musikalischer Bildung an Schulen und in anderen Lernumgebungen. In diesem Seminar wird ein Bogen von einem historischen Überblick über Funktionen und didaktische Prinzipien des Musizierens in verschiedenen Unterrichtskontexten bis zur Analyse von Unterricht gespannt. Anhand konkreter Beispiele soll deutlich gemacht werden, dass unterschiedliche theoretische „Scheinwerfer“ verschiedene Facetten des Musizierens ausleuchten können. Diese werden in musizierpraktischen Einheiten selbst erfahren und didaktisch reflektiert, wobei z. B. praxeologische und performative Ansätze verglichen sowie bildungstheoretische Überlegungen zur Fundierung von Musiziermodellen einbezogen werden. In didaktischen Experimenten und Beobachtungen von Unterricht sollen die Inhalte des Seminars auch praktisch erfahrbar gemacht werden. 

Übernachtung und Kosten 

●  Die Anmeldung erfolgt bis zum 10. November 2020 bei der Leitung des Studiengangs für Lehramt Musik an der jeweils eigenen Hochschule. Die Zulassung erfolgt bis zum 22.11.2020. 

●  Die Veranstaltung kann – nach Rücksprache vor Ort – in verschiedenen Modulen angerechnet werden. Es ist möglich, einen Leistungsnachweis entsprechend den Anrechnungsvoraussetzungen der jeweils eigenen Hochschule zu erwerben. 

An der HMDK Stuttgart ist das HügS nach Beschluss der Studienkommission Schulmusik ausschließlich als Seminar FD Wahl  im BA LA Gym anrechenbar (S. Scharenberg).

●  Unterbringungsmöglichkeiten in günstigen Hotels (maximal 90€ für 3 Nächte) werden zurzeit organisiert. Couchsurfing-Gelegenheiten werden in begrenztem Umfang ebenfalls zur Verfügung stehen (gegen eine geringe Übernachtungspauschale). 

●  Die Fahrtkosten hängen von der Reisestrecke ab. 

●  Finanzielle Unterstützung für Reise und Unterkunft leistet üblicherweise die Heimathochschule und muss dort beantragt werden. Bitte beachten Sie dafür die dort geltenden Fristen und Bedingungen. Die HMDK Stuttgart gewährt keine finanziellen Zuschüsse.

Für die HügS sind 1-2 TeilnehmerInnen je Standort zugelassen, die Meldung erfolgt streng nach der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen bei der Studiengangsleitung.

Aspekte des Singens – Auseinandersetzung mit sieben unterschiedlichen Perspektiven (SoS 2020)

Prof. Dr. Sointu Scharenberg

Montag, 14 – 16 Uhr, Raum 8.34

Beginn: 30.03.2020

 

Dieses Angebot ist wahlweise im BA LA Gym als Proseminar Musikpädagogik FD, als FD Wahl oder im Bereich Wahl Wissenschaft des BA oder MA für Musikpädagogik anrechenbar. [3 ECTS]

 

Vermutlich haben Sie in Ihrem Musikunterricht viel gesungen. Vermutlich verknüpfen Sie damit lauter angenehme Erinnerungen. Vermutlich möchten auch Sie mit Ihren SchülerInnen später im Musikunterricht, im Chor, in der Musical-AG, vielleicht sogar fachübergreifend im Fremdsprachen- oder im Geschichtsunterricht singen. Und vermutlich können Sie sich kaum vorstellen, dass sich Musiklehrerinnen immer wieder einmal dafür rechtfertigen müssen, dass, was und auch wie sie im Unterricht singen ließen und lassen?

Zwei MusikpädagogInnen unserer Zeit, Andreas Lehrmann-Wermser und Anne Niessen, haben sich selbst und einigen KollegInnen die Frage gestellt, in welchen musikpädagogischen Zusammenhängen das Singen heute eine Rolle spielt und wie sich seine Vor- und evtl.  Nachteile fachwissenschaftlich begründen lassen. Daraus ist ein schmaler Band „Aspekte des Singens. Ein Studienbuch“ entstanden, der eine gut überschaubare Reihe von Ansätzen bietet, die zur Diskussion anregen können.

Auf der Grundlage der Texte, die Ihnen in der Bibliothek und auch im LMS zur Verfügung stehen werden, soll Sie dieses Seminar zum einen mit unterschiedlichen Ansätzen zur Begründung des Singens vertraut machen, zum anderen sollen Sie bei der Arbeit mit dem Material erfahren, wie sich die Anwendung von Methoden auf das jeweilige Ergebnis der Forschung auswirken kann. Sie lernen auf diese Weise während dem Nachdenken über einen wesentlichen Bestandteil des Musikunterrichts zugleich einige Forschungsrichtungen der Musikpädagogik als Wissenschaft und eine Anzahl ihrer Methoden kennen.

Das vorliegende Material regt dazu an, im Seminar viel von dem Beschriebenen praktisch auszuprobieren, durchaus auch kritisch und gerne mit  Alternativlösungen. Sie haben dazu noch den großen Vorteil (und sollten ihn ausgiebig nutzen), mit Ihren Gesangs-, Schupra- und Ensembleleitungs-dozentInnen über das in diesem Seminar Diskutierte sprechen zu können, um sich zusätzliche Informationen zu holen.

Als Abschlussarbeit stelle ich mir mündlich präsentierte Kleingruppenarbeiten vor, die medial dokumentiert, bspw. in Form etwa 5-10 minütiger, vorbereiteter Interviews oder Statements in der Art von „Experten“-Vorträgen auf der Basis des im Seminar erarbeiteten Wissens einzelne Aspekte des Singens thematisieren.

 

Literatur

Andreas Lehmann-Wermser; Anne Niessen (Hg.): Aspekte des Singens. Ein Studienbuch. Wißner: Augsburg 2008, 2., verb. Aufl. 2017.

Prof. Dr. Sointu ScharenbergSara Jocković

Professionelle Wahrnehmung von Musikunterricht (SoSe 2020)

Proseminar im Master

Montag, 10 – 12 Uhr (c.t.) vorerst nur online

Beginn: 27.4.2020

[ECTS

Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Studierende im Masterstudium und ist dort für Musikpädagogik im Bereich Wahl Wissenschaft anrechenbar außerdem als Seminar im Bereich Bildungswissenschaften Musik.

Überblick

In den vergangenen Jahren wurden sowohl in den Bildungswissenschaften als auch in der Musikpädagogik zunehmend Konzepte zur professionellen Wahrnehmung von Unterricht entwickelt, die durch wissensbasierte Analyseprozesse das Handeln im Unterricht differenziert in den Blick nehmen und die durch das Entwickeln von Handlungsalternativen praxisnah auf den Unterrichtsalltag vorbreiten. Als ein entscheidendes Medium zur Unterrichtsanalyse werden dazu Unterrichtsvideos herangezogen.

In dem nun online stattfindenden Seminar werden Sie die Gelegenheit haben, sich zunächst intensiv literaturbasiert mit einem ausgewählten fachdidaktischen Beobachtungsschwerpunkt auseinanderzusetzen, um anschließend mit dem erworbenen Wissen in eine differenzierte Analyse von Unterrichtssequenzen über unsere Videoplattform einzusteigen. (Studierende, die bereits im Praxissemester waren und über Unterrichtssequenzen des eigenen Unterrichts verfügen, können diese Videos selbstverständlich in den Analyseprozess mit einbeziehen.)

Ziel des Seminars ist es, die professionelle Wahrnehmung von eigenem und fremdem Unterricht im Hinblick auf fachdidaktische Fragestellungen zu fördern.

Organisatorisches: Dieses Seminar findet zunächst nur online statt. Dazu werden wir uns zu ausgewählten Terminen montags zwischen 10 und 12 Uhr (c.t.) in einem virtuellen Kursraum treffen. Informationen und der Zugang zu diesem Kursraum erfolgen nach Anmeldung zu diesem Seminar. Wir beginnen am 27.4. um 10:15 Uhr mit einer ersten virtuellen Sitzung. Im weiteren Verlauf des Seminars werden Sie die Möglichkeit haben, flexibel und zeitlich ungebunden an Arbeitsaufträgen zu arbeiten. Im virtuellen Kursraum werden wir uns nur punktuell (ca. 4-5 Mal) treffen, um gemeinsam Ergebnisse zusammenzutragen und das weitere Vorgehen zu besprechen. Halten Sie sich dafür den Montag zwischen 10:15-11:45 Uhr frei.

Dr. Christiane Lenord