Heidegger hat keine besonders gute Presse – seine Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus und die posthum veröffentlichten „Schwarzen Hefte“ haben die problematischen Züge der Person und des Denkens Heideggers deutlich hervortreten lassen. Trotzdem bleibt Sein und Zeit eines der wichtigsten Bücher der Philosophie des 20. Jahrhunderts. Wie Heidegger ausgehend von der Phänomenologie eine Hermeneutik des Daseins und des Alltäglichen eröffnet und die Zeitlichkeit diesseits der Zeit der Uhren als existenzielle Bedingung unseres Daseins beschreibt, ist auch heute noch relevant.
Das Seminar widmet sich der systematischen Lektüre des Buches.
- Kursleitung: Christian Grueny