Theorie und Geschichte der Filmmusik (SoSe 2021)

Prof. Dr. Andreas Meyer

Dienstag, 14-16 Uhr (c.t.), zunächst online

Beginn: 30.03.2021

Wohl kein anderes neues Medium hat im 20. Jahrhundert einen solchen Aufschwung erlebt wie der Film. Und bis heute ist das Kino – bzw. fiktionales Erzählen in diversen audiovisuellen Formaten – zweifellos ein Leitmedium unserer Gegenwart. In auffälligem Missverhältnis dazu steht die jahrzehntelange Marginalisierung der Komposition für den Film in der Musikgeschichtsschreibung bzw. der Historischen Musikwissenschaft überhaupt. Aus heutiger Sicht kann man die Musik des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts nicht erzählen, ohne Max Steiner und Miklos Rósza, Leonard Rosenman, Ennio Morricone, John Williams und Hans Zimmer zu behandeln, dazu Regisseure und Produzenten wie Walt Disney, Jean Cocteau oder Stanley Kubrick, die auf je eigene und originelle Weise unser Verständnis von komponierter Musik und bewegten Bildern geprägt haben. Auch Komponisten wie Schönberg, Strawinsky, Cage oder Henze haben Filmmusik keineswegs nur als kommerziellen „soundtrack“ begriffen, sondern waren davon überzeugt, Beiträge zur Entwicklung einer neuen Kunstform zu leisten.

Die Vorlesung thematisiert ausgewählte Stationen einer noch zu schreibenden Geschichte der Filmmusik im 20. Jahrhundert (mit einem Ausblick in die Gegenwart). Zugleich verständigen wir uns über vorhandene Ansätze einer Theoriebildung zum Thema. Dabei geht es zum Beispiel um Funktionen von Filmmusik, um Sinn oder Unsinn musikalischer „Verdopplung“ dessen, was man sowieso sieht, um das Verhältnis von diegetischer und nicht-diegetischer Musik oder um die Möglichkeiten, Musik durch Bilder gleichsam illustrieren zu lassen, d.h. vom Primat des Klanglichen her zu denken.

Category: Vorlesung

Musikgeschichte im Überblick: Das 19. Jahrhundert (SoSe 2021)

Inhalte der Vorlesung

Mit dem 19. Jahrhundert verbinden wir die Zeit der (ausgehenden) Klassik und der Romantik. Bezogen auf die deutsche Musikgeschichte dieses Jahrhunderts fallen große Namen ein: Beethoven, Schubert, Schumann, Brahms, Mahler. Darüber hinaus ist dieses Jahrhunderts auch das Jahrhundert der nationalen Schulen, die in entscheidenden Gattungen den Anschluss an die europäische Entwicklung suchten und erreichten, in Sinfonie, Oper und der Kammermusik. Dabei erwies sich nicht nur für diese nationalen Schulen die Nachfolge in der Spur Beethovens als kompositorisches Problem, das zuweilen auch umgangen wurde. Mit Akademismus, der Gründung vieler Konservatorien, den Musikvereinen und den Musikfesten veränderte sich zudem die Basis der Musikausbildung, des Musiklebens und des Urteilens. Die Vorlesung versucht trotz Fülle der Aspekte, trotz des sog. „langen“ 19. Jahrhunderts und trotz der Kürze des Sommersemesters einen Überblick über Gattungen, Komponisten und kompositorische Probleme zu geben.

Zur Vorbereitung empfohlen

C. Dahlhaus: Die Musik des 19. Jahrhunderts (= Neues Handbuch der Musikwissenschaft 6), Laaber 1985.

Veranstaltungszeit und -Raum

  • Mittwochs, 14 – 16 Uhr (c.t.), OPR
  • Beginn: 31.03.2021

Dieses Lehrangebot wird als Präsenzunterricht durchgeführt. Bei online-Lehre erfolgt eine Modifizierung.

Prof. Dr. Joachim KremerPhilip Wetzler
Category: Vorlesung