Die Übung orientiert sich am Lernprozess der italienischen Partimento-Tradition. 

Dabei wird das musikalische Verständnis und das hörende Erkennen musikalischer Muster (wie beispielsweise Kadenzen oder Sequenzen) am Klavier trainiert. 

In der Übung werden wir folgende (adaptierte) Arbeitsweise umsetzen: 

  1. Kennenlernen der Muster (Vor- und Nachspielen dieser mit zunehmender Ausdifferenzierung, musiktheoretische Beschreibung) 
  2. Wiedererkennen der Muster (in Kompositionen) mit dem Ziel, den musikalischen Verlauf am Klavier rudimentär wiedergeben zu können 
  3. Transposition des erarbeiteten Beispiels (zur Generalisierung der Muster) 

Die Arbeit am Klavier ist dabei auf allen Niveaus möglich und kann auf die individuellen Fähigkeiten angepasst werden. In den meisten Fällen genügen zweistimmige Sätze, um die Beispiele wiederzugeben. Auch der Einbezug anderer Instrumente ist möglich. 

Die Arbeitsweise stärkt das schnelle Wiedererkennen und Umsetzen musikalischer Grundmuster, verbessert das Hörgedächtnis und ermöglicht souveränes Handeln im musikalischen Material. 

Der Unterricht wird im angegebenen Zeitraum in kleinen Gruppen stattfinden, daher findet in der ersten Semesterwoche eine Besprechung zur Einteilung (Mo., 06. Oktober um 16 Uhr in Raum 8.34) statt. 

 

Kontrapunkt ist nichts anderes, als einen Punkt
gegen einen anderen zu setzen (Anonymus, um 1350).

Diese Übung ist für alle, die analysierend erkennen und schreibend erfahren wollen, wie das Prinzip „Note gegen Note“ funktioniert und zu welchen polyphonen Ergebnissen es führen kann. Je nach Bedarf und Wunsch der Teilnehmenden stehen verschiedene Kompositionsstile zur Auswahl, die in den Fokus unserer analytischen und satztechnischen Beschäftigung rücken: der vokale Renaissance- Kontrapunkt, der auf dem Generalbass basierende instrumentale Kontrapunkt des Barock, Fuge und Fugato der Wiener Klassik, der „romantische Kontrapunkt“ oder verschiedene kontrapunktische Konzepte der Neuen Musik. Auch diejenigen, die in die Grundlagen des Kontrapunkts eingeführt werden wollen, sind willkommen.

Nach erfolgreicher Teilnahme (ohne Abschlussprüfung) gibt es zum Kontrapunkt einen Leistungspunkt.

Diese Veranstaltung steht Studierenden aller künstlerisch-pädagogischen Studiengänge offen, die künftige Schülerinnen und Schüler im Instrumental- oder Gesangsunterricht auch musiktheoretisch begleiten möchten. Theorieunterricht erschöpft sich nicht darin, Tonsätze stilrein schreiben und methodenkonform analysieren zu lassen. Er sollte auch auf die Praxis zielen und die Einsicht vermitteln, dass Interpretation sich nicht restlos intuitiv erschließen kann, sondern auch aus der geistigen Durchdringung der kompositorischen Struktur hervorgeht, bzw. in ihr verankert ist.

In drei Bereichen werden musiktheoretisch-methodische Kompetenzen erarbeitet: erstens in kritischen Besprechungen älterer und neuerer Lehrwerke zu den verschiedenen Disziplinen (historische Satzlehre, Melodie- und Rhythmuslehre, Formenlehre und Analyse, Instrumentation und Hörerziehung); zweitens in der Entwicklung eigener Ideen und Lehrkonzepte (in Abweichung von eng gefassten historischen, etablierten oder zeitgenössischen Methoden); drittens im praktischen Unterrichten: zunächst in kleineren Einheiten zu bestimmten satztechnischen Phänomenen, dann in Lehrproben inklusive der Erstellung von Lehrproben-Plänen.

Für die erfolgreiche Teilnahme (ohne Abschlussprüfung) gibt es Leistungspunkte. Der Leistungsnachweis in Form einer Prüfungs-Lehrprobe mit Kolloquium ist nur für Studierende des Hauptfachs Musiktheorie erforderlich.

 

Das zweite Instrumentations-Modul richtet den Blick auf die Veränderungen, die sich im Laufe des 19. Jahrhunderts und zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Vergleich zur klassischen Instrumentation ergeben haben. Ihre Entstehung erklärt sich durch das Zusammenspiel von Veränderungen der Aufführungsbedingungen und der Klangästhetik sowie technischen Entwicklungen im Instrumentenbau. Der Nachvollzug erfolgt durch Höranalysen, Analyse des Notentexts und die Instrumentierung von Particellen. Voraussetzung für den benoteten Leistungsnachweis sind regelmäßige Teilnahme, die Instrumentierung kleinerer Particelle als Hausaufgabe und einer umfangreicheren Passage als Abschlussprüfung.

  

                                                                Kontrapunkt ist nichts anderes, als einen Punkt
                                                                gegen einen anderen zu setzen (Anonymus, um 1350).

Diese Übung ist für alle, die analysierend erkennen und schreibend erfahren wollen, wie das Prinzip „Note gegen Note“ funktioniert und zu welchen polyphonen Ergebnissen es führen kann. Je nach Bedarf und Wunsch der Teilnehmenden stehen verschiedene Kompositionsstile zur Auswahl, die in den Fokus unserer analytischen und satztechnischen Beschäftigung rücken: der vokale Renaissance- Kontrapunkt, der auf dem Generalbass basierende instrumentale Kontrapunkt des Barock, Fuge und Fugato der Wiener Klassik, der „romantische Kontrapunkt“ oder verschiedene kontrapunktische Konzepte der Neuen Musik. Auch diejenigen, die in die Grundlagen des Kontrapunkts eingeführt werden wollen, sind willkommen.

Beobachtung von Instrumentationstechniken des 20. /frühen 21. Jahrhunderts. Instrumentation/Orchestrierungsanalyse von Stücken, gleichzeitig Selbstübungen.